• FILMEN IM HÖLLOCH

    Gerhard Baur und Benno Heimhuber bei der Arbeit. (Eine Seilfahrt in die Unterwelt)
  • FILMEN AUF DEM GOTTESACKERPLATEAU

    Das neue ALLGÄUFILM Projekt. (Skitour in die Unterwelt)
  • FILMEN IM HÖLLOCH

    Gerhard Baur und Benno Heimhuber bei der Arbeit. (Eine Seilfahrt in die Unterwelt)
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Filme über das Gottesackerplateau und das Hölloch

Stellt eine normale Befahrung des Höllochs schon  außerordentliche Ansprüche an Erfahrung, Technik und Kondition eines Höhlenforschers, dann kommt man beim Filmen in den wasseraktiven Gängen des Höllochs bald an die Grenze des gerade Machbaren.

Eine gute Teamarbeit, langwierige Vorbereitungen, "Allroundqualitäten" als extremer Bergsteiger, Höhlenforscher, Taucher, Techniker, Elektriker und viel Geduld sind die Voraussetzungen für den Erfolg beim Filmen in der dunklen Unterwelt.1972 besuchte der Bergfilmer Gerhard Baur zusammen mit Sonthofener und Münchner Freunden erstmals das Hölloch. Seitdem hat ihn die Faszination des Unterirdischen nicht mehr losgelassen. Vor allem die Bereitschaft und die tatkräftige Mitarbeit der Mitglieder des Sonthofener Höhlenvereins war die wichtigste Voraussetzung, das seit dieser Zeit drei Filme über das Hölloch für das Bayerische Fernsehen entstanden sind.



1977  "DAS HÖLLOCH - EINE SEILFAHRT IN DIE UNTERWELT"

43 Minuten
Filmfestivalpreis 1978 beim Festival International du Film de Speleologie in La Chapelle en Vercors.
Preis der Nationen beim Filmfestival in Trento.
In diesem Film werden die besonderen Tücken des Schachtes, die alten, klassischen Höhlenteile und die Erforschung der oberen Höhlenteile gezeigt. Klaus Cramer vom Münchener Höhlenverein erzählt von der naturwissenschaftlichen Entstehungsgeschichte der Gänge und Hallen. Der Film endet mit den ersten Tauchversuchen am unteren Höllochsee.

1994  "DAS GOTTESACKERPLATEAU - MIT DEM WASSER IN DIE TIEFE"

45 Minuten Filmfestivalpreis 1996 beim Internationalen Berg und Abenteuer Filmfestival in Graz Kamera Alpin in Gold.
Die faszinierende Welt der Karstlandschaft des Gottesackers leitet den Film ein. Eine Reise durch die Zeit erzählt von der Entstehungsgeschichte der Landschaft und zeigt die gestaltende Kraft des Wassers bis zum unteren Höllochsee, wo das spannende Tauchabenteuer der Erforschung der neuen Höhlenteile beginnt.

 

2011  " HÖLLOCH – GESCHICHTEN AUS DER UNTERWELT"

Der neueste Film berichtet von der Erschließung der Höhle, historische Szenen von der Erstbefahrung werden von Mitgliedern des Sonthofener Höhlenvereins nachgespielt. Gerhard Baur erzählt von den Schwierigkeiten einer solchen (Spiel)Dokumentation, die nur als Teamwerk gelingen kann. Zig Kilo Ausrüstung und Verpflegung mussten durch den langen Eingangsschacht nach unten gebracht werden. Fortbewegen kann man sich in der Höhle nur kletternd, schwimmend und durch Tauchgänge. Die Höhlenforscher sind in dem riesigen unterirdischen System so weit vorgedrungen, dass sie zumeist mehrere Tage dort unten bleiben. Gekocht, gegessen und geschlafen wird in einem Biwak, dass sich die Männer so angenehm wie möglich eingerichtet haben. Zu Wort kommen im Film auch die Mitglieder des Höhlenvereins, die in den historischen Schilderungen der Erforschungsgeschichte die Rollen in historischer Kleidung und der Ausrüstung von damals spielen.

GERHARD BAUR

begann Anfang der 70er Jahre Berg- und Expeditionsfilme für das Bayerische Fernsehen zu drehen. Das Abenteuer des Alpinismus, der Mensch an der Grenze seiner Möglichkeiten und die Kulturgesschichte des Bergsteigens waren der Inhalt seiner früheren Filme. Dann faszinierte ihn immer mehr die Naturgeschichte der Berge, ihre kargen Möglichkeiten als Lebensraum für Pflanzen, Tiere und Menschen und immer mehr die Beziehung zwischen Mensch und Natur.